Witz-Gedichte


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Alt 18.02.2003, 13:23   #1 (permalink)
Witz-Gedichte

Kunibert der edle Ritter

Einleitung

Heut erzähl ich auf die Schnelle

die 'Ritter-Kunibert-Novelle'.

Das heißt, Novelle ist´s ja nicht,

denn dies ist ja ein Gedicht.

Er hatte zwar nicht soviel Grips,

wie Heinz Erhard´s Ritter Fips.

Und auch wirkt Kunibert´s Verfasser

neben Heinz Erhard merklich blasser,

doch ich habe mir gedacht,

dass er er Euch Freude macht!

Kunibert der edle Ritter

Als Kunibert geboren war,

da hatte er schon rotes Haar.

Worüber seine Mutter weinte,

und sein Ritter-Vater meinte:

'Der sieht ja aus, wie schon verrostet!

Mal sehn, was Färbemittel kostet.

So färbte man das Haar ihm schwärzlich,

und alle drückten ihn ganz herzlich,

und auch die Eltern, die zwei beiden,

die mochten Kunibert jetzt leiden.

Als Kunibert noch Baby war,

etwa so ein drei Viertel Jahr,

da sagte er zu seinem Vater:

'Papa, mach nicht solch Theater.

ganz egal was Windeln kosten,

diese Eisenhosen rosten!'

Als Kunibert zur Schule ging,

da drehte er schon so manches Ding;

und oft ging er dabei auf´s Ganze,

den Griffel, den nahm er als Lanze,

womit er seinen Nachbarn piekte,

bis dieser wie ein Schweinchen quiekte.

In der Schule kam nicht mit er,

ganz normal für unsern Ritter!

Denn er ist viel zu faul gewesen,

sei´s beim Rechnen, Schreiben, Lesen.

'Was ist die schönste Bildung wert?

Ich arbeit´ später mit dem Schwert!'

Als Ritter Kunibert noch Knappe,

war er wirklich nicht von Pappe.

Und in mancher Kemenate

zog man erotisch ihn zu Rate.

Als Knappe war der Kuno fleißig,

liebte die Frauen unter dreißig,

und bald zog er in die Welt

und war nicht nur im Bett ein Held.

Er war sehr mutig und auch klug,

dass man ihn bald zum Ritter schlug.

An seiner Rüstung hatt´ der Knappe

vorne eine kleine Klappe.

Die machte er zum Pinkeln auf

und ließ den Wassern ihren Lauf.

Von Kunibert die Küchenmagd,

die war schon alt und sehr betagt,

die führte ihn, als er noch klein,

behutsam in die Liebe ein.

Eines tags schnürt er den Ranzen,

zum Kämpfen und sich fortzupflanzen.

Und an manchem Ritterhofe,

trieb Kunibert es mit der Zofe.

Auch sang er gerne Minnelieder

vor dem erotisch Auf-und-Nieder.

Selbst Schneewittchen und Dornröschen

ging er gelegentlich ans Höschen.

Kunos Vater, konnt´ man lesen,

sei ein Raubritter gewesen.

Die ganze Burg, die er gebaut,

alles nur zusammengeklaut.

Die Frau, die er geehelicht,

die war ein arger Bösewicht.

Denn bei ihr, der Kunigunde,

da kam nur Gift aus ihrem Munde,

und er dacht´ ich mache mir

für meine Ohren ein Visier!

Der Freund von Kunibert, der Gunther,

der haute ihm einst eine runter,

weil er diesen überraschte,

als der grad seine Frau vernaschte.

Kuno geistesgegenwärtig:

'So warte doch, ich bin gleich fertig!'

Ein andrer Ritter, ungeniert,

hatt´ Kunigunde einst entführt,

und er dacht: Als Mann von Welt,

zahlt Kunibert ein Lösegeld.

Doch nichts....... 'Viel Spaß mit meiner Alten!'

sagt er, 'Die kannst du gern behalten!'

Der Kunibert als guter Christ

natürlich Kreuzritter gewesen ist.

So nahm er Ross und Schwert zur Hand,

und ab ging es ins Heil´ge Land,

um die Moslems, die Banausen,

die seit einiger Zeit dort hausen,

waffenmäßig zu bekriegen.

Mit andern Worten: Er wollt siegen.

Und er hat tapfer sich geschlagen.

(Auch an Sonn- und Feiertagen)

Und wenn mit dem Krieg mal Pause,

schrieb er einen Brief nach Hause:

'Kunigunde, wart auf mich!

Dann bis bald, ich liebe Dich!'

Der Weg bis hin zum Heil´gen Land

war ziemlich weit, wie Kuno fand.

Er überlegte sich beizeiten

´ne Alternative für das Reiten.

Er meint´, das wäre zuviel Stress

und nahm den Orient-Express

für die Fahrt dort nach Südosten:

'Was interessieren mich die Kosten.

Denn im Falle eines Falles

tu für die Kirche ich fast alles!'

Die meiste Zeit im Orient

hat Kunibert im Bett verpennt.

Er trickste manchen Pascha aus

und wilderte im Frauenhaus.

Manch Paschasohn der hatte gar

von Kunibert das rote Haar.

Der Kreuzzug, den er teilgenommen,

der ist ihm richtig gut bekommen.

Da konnt er richtig aus sich toben

und seinen Mut den musst´ man loben.

Zum Glück ist ihm da nichts passiert,

als er die Moslems massakriert.

Und als Ritter Kunibert

vom Kreuzzug war zurückgekehrt,

da hielt er´s nicht so mit der Treue,

er nahm sich täglich eine Neue.

Die Frau sagt: 'Das ist allerhand!

Du bist hier nicht im Morgenland!'

'Ja, leider! Denn da hatt´ ich sieben!

Wär ich Depp nur dort geblieben!'

Beim Rückweg war der Kunibert

in Rom beim Papst kurz eingekehrt.

Dem sagte er, wie fromm er sei,

drauf sprach der ihm der Sünden frei.

Bei jedem dieser Ritterfeste

war Kunibert nicht stets der beste.

Denn nach etlichen Turnieren

lag er da auf allen Vieren.

Er hatt´ kein einzig Mal getroffen,

er war einfach zu besoffen.

Beim Minnesängerfest der Ritter,

da wurd er grade eben dritter.

Dass er diesmal nicht der vierte,

war nicht, dass sich die Jury zierte,

es war, so habe ich gelesen,

weil´s diesmal auch nur drei gewesen.

Bei Kunibert gab´s alle Tage

ein fürchterliches Saufgelage.

Kam dann mal ein Furz beim Bechern,

klang es natürlich ziemlich blechern.

Warum? Das lässt sich leicht beweisen,

wegen der Rüstung, die aus Eisen.

Ritter Kunibert, der tolle

fiel ab und zu mal aus der Rolle,

und meistens lag´s am Alkohol!

So geht es vielen Menschen wohl.

Wenn er am nächsten Morgen klar,

es ihm doch ziemlich peinlich war.

Eines Tags ward Kunigunden

von einem strammen Sohn entbunden;

und weil es im Wald passierte,

als sie der Kunibert verführte,

war der Fall für sie ganz klar:

'Den Bengel nenn ich Waldemar!'

Als echter Rittervater möcht er

viele Söhne, wenig Töchter.

Um andre Leute zu bekriegen

und wenn irgend möglich siegen.

Denn die wohlverdiente Beute

ging dann an die eignen Leute,

und die geraubte Immobilie,

die bleibt dann in der Familie!

Ernährt hat sich der Kunibert

gesundheitlich total verkehrt.

Sein Arzt rät: 'Ehe es zu spät,

mach doch lieber ´ne Diät!'

'Na gut!' sagtKunibert verfressen,

'Doch wann soll ich denn das noch essen?'

Der weiblich-drallen Bauernjugend

ging Kunibert auch an die Tugend.

'Denn schließlich' hatt´ er sich gesagt,

'hab ich das Recht der ersten Nacht!'

Doch liebte er sie ohne Frage

nicht nur des Nachts, nein, auch am Tage.

Erst wenn die Kleine am Verwelken,

ließ er sie wieder Kühe melken.

Als Kunibert schon sehr betagt,

macht er sich ran an seine Magd,

die sich jedoch ein wenig zierte,

als sie der Lüstergreis verführte,

was sie dann schließlich doch genoss.

Sie meint´, was soll´s, er ist der Boss.

Kunigunde wurde älter,

erotisch auch ein wenig kälter,

darauf nahm er zum Zeitvertreib sich

was Junges, vorzugsweise weiblich.

Und man sah den Kuno schmusen

mit Frauen mit und ohne Busen,

auch wenn sie äußerlich nichts Rechtes,

Hauptsache weiblichen Geschlechtes.

Und zu jeder Konkubine

macht Kunigunde böse Miene.

Und sagt zu ihm: 'Na wart, du Strolch

und schnappt sich einen scharfen Dolch,

und nach etlichen Versuchen

macht sie den Kuno zum Eunuchen!

Damit er in den Himmel komm´,

war Kunibert zuweilen fromm.

Teilt mit dem Klerus seine Beute

und schickt zur Messe seine Leute.

Erkaufte sich so mehrmals schon

die absolute Absolution.

Drei Zentner hatte, ungelogen,

der Kunibert zuletzt gewogen.

Und mitsamt dem Sarg aus Eiche,

da war besonders schwer die Leiche.

Den Trägern hing heraus die Zunge.

Das war vielleicht ein schwerer Junge!

Als Kunibert mit achtzig Jahren

in den Himmel aufgefahren,

da blieb er nicht sehr lange dort

und macht´ sich in die Hölle fort.

Und fragte man ihn dann: 'Warum?'

Dann sagt´ er: 'Das war mir zu dumm!

Im Himmel traf ich doch genau

Kunigunde, meine Frau!'

Nun ist zu Ende die Geschichte

vom liebenswerten Bösewichte.

In guten wie in schlechten Tagen,

da hat er wacker sich geschlagen.

Von vielen tapf´ren edlen Taten,

vom Schlachtfeld und von Kemenaten,

erzählte dieses kleine Lied.

Doch nun ist dieses Lied zu Ende,

und alle falten beide Hände,

da unser Kunibert verschied.
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:23   #2 (permalink)
Fleischeinlage

Da sitzt Du nun in Afrika

im Kessel zwischen Paprika.

Dein Leben, das wird stark verkürzt,

indem, dass Du hier scharf gewürzt

im Kessel langsam gar gekocht.

Das hast Du gar nicht gern gemocht.

Du schwitzt, den Negern ist das schnuppe,

Hauptsache eine frischen Suppe.

Du willst mit einem letzten Zucken

den Negern in die Suppe spucken,

lässt in der Brühe einen sausen.

Geschieht Euch recht, Ihr Ess-Banausen!

Und wie´s dann in der Suppe blubbert,

kommt der Koch vorbei und schnuppert.

'Na,' sagt er 'ich weiß nicht recht,

ich glaub, der Weiße ist schon schlecht.

Das Datum ist wohl abgelaufen.

Dann müssen wir uns halt was kaufen!'

Und so geht der ganze Kral

in´s nächste Burger-King-Lokal.
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:23   #3 (permalink)
Fruehlingstraum

Wenn ich aus meinem Fenster schau,
Dann ist der Himmel nicht mehr blau.
Die Sonne erstickt in der Wolke,
Als ob sie nicht mehr scheinen wollte.

Matt liegt der Schnee auf roten Daechern,
Man hoert, wie Menschen Eisschnee raechern.
Doch wenn das Schweigen auf mich springt,
Dann hoer' ich wie ein Voeglein singt.

Ganz einsam piepst es in der Luft,
Wie wenn man taucht und Perlen sucht.
Man hoert und fuehlt und sieht nichts mehr,
Im Bann gefangen, kann sich nicht wehrn.

Still! Man hoert kein Ratata,
Nur dieses Zwitschern ist noch da.
Und wenn ich meine Augen schliesse,
Befind' ich mich auf einer Wiese.

Um mich steht saftig gruenes Gras
Und Klee, auf dem schon jemand sass.
Auf bunten Blueten sitzen Bienen,
Sowie ein Fisch mit grossen Kiemen.

Nanu, denk' ich, was soll den das?
Macht mein Verstand da mit mir Spass?
Nein, nein, es ist der alte Troi,
Der war schon immer Wasserscheu.

Ein kleiner, hoher, spitzer Schrei
Holt mich aus meiner Traeumerei.
Ein Kind hat's Voegelein entdeckt
Und es dabei noch aufgeschreckt.

Mein Gott, und wie der Alltag schreit!
Ich muss zurueck zur Schularbeit!
Doch find' ich wieder Zeit und Raum
Goenn' ich mir noch 'nen Fruehlingstraum!
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:24   #4 (permalink)
Schneewittchen

Für Schneewittchens Stiefmama

das höchste Glück auf Erden:

Beim Schönheitswettbewerb dies Jahr

doch mal 'Miss World' zu werden.

Sie fragt den Spiegel an der Wand:

'Wer ist die Schönste hier im Land?'

Doch für den Spiegel, ach so'n Schiet,

da ist Schneewittchen Favourit.

'Na gut,' denkt sie, 'wenn das so ist,

bring ich sie um die Ecke!'

Jedoch Schneewittchen bückelt aus,

damit sie sich verstecke.

Und weiter weg, im tiefen Wald,

dort bei den sieben Zwergen,

da machte dann Schneewittchen halt,

um sich dort zu verbergen.

Doch hinter den sieben Bergen,

dort bei den sieben Zwergen,

entwickelt sich Schneewittchen

so nach und nach zum Flittchen.

Hat das Weib doch ungerührt

von den sieben sechs verführt.

Der siebte Zwerg, der blieb ganz cool.

Mit andern Worten, er war schwul!

Dann kam die böse Stiefmama,

Schneewittchen zu vergiften,

und als die Sache dann geklappt,

da ging sie ganz schnell stiften.

Die Zwerge wurden ganz schön sauer

und trugen Schwarz in ihrer Trauer.

Im Sarg aus Glas wurd´ sie gebunkert.

(Oder hab´n die Grimms geflunkert?)

Dann kam ein Prinz, das Kind erwacht,

und freut sich auf die Hochzeitsnacht.
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:24   #5 (permalink)
Wie man einen Aal tötet

Der 12-jährige Johnny war für sein Alter sehr neugierig. Von seinen Schulkameraden hatte er mal was von einem Mädchen gehört, das ihnen den Hof macht. Nun fragt er sich, wie man so etwas anfängt. Deshalb fragt er seine Mutter.

Anstatt es ihm richtig zu erklären, schlug sie vor, sich hinter dem Vorhang zu verstecken, da seine 15 Jahre alte Schwester Nancy Besuch von ihrem Freund Mike erwartete.

Am nächsten Morgen fragt ihn die Mutter, was er denn gelernt hätte. Zur Antwort bekam sie folgendes:
Nancy und Make haben eine ganze Weile dagesessen und geplaudert. Aber dann hat Mike fast das ganze Licht ausgemacht und die beiden fingen an sich zu umarmen und zu küssen.

Ich glaube Nancy ist es richtig schlecht geworden, denn er fuhr mit der Hand unter ihre Bluse, um nach ihrem Herzen zu fühlen, genauso wie es der Onkel Doktor immer macht. Er war aber nicht so gut wie der Onkel Doktor, denn er hatte Schwierigkeiten das Herz zu finden und fummelte eine ganze Weile herum. Ich glaube, ihm ist dann auch schlecht geworden, denn die beiden fingen plötzlich furchtbar an zu stöhnen und zu seufzen.

Da sie nicht länger sitzen konnten, legten sie sich auf´s Sofa. Dann bekam sie Fieber. Ich weiß es ganz genau, denn sie sagte, sie wäre unheimlich heiß, und dann fand ich heraus, warum den beiden so schlecht war.

Ein großer Aal muss in Mike´s Hose gekrochen sein. Er sprang heraus und stand fast senkrecht in die Höhe. Er war mindestens 20 cm lang- E H R L I C H-

Jedenfalls hat Nancy ihn gepackt, damit er nicht fort konnte. Als Nancy den Aal sah, bekam sie Angst. Ihre Augen wurden ganz groß, ihr Mund stand weit offen und sie rief den lieben Gott. Sie sagte, dass der größte sei, denn sie je gesehen hätte – Wenn sie wüsste, dass unten im See noch viel größere sind! –

Jedenfalls war Nancy sehr mutig und versuchte den Aal zu töten, indem sie ihm in den Kopf biss. Plötzlich machte Nancy ein komisches Geräusch und ließ ihn gehen. Ich glaube, dass der Aal zurüchgebissen hatte.

Dann schnappte Nancy ihn und hielt ihn ganz fest, während Mike eine Art Muschel aus der Tasche holte. Diese stülpte er dem Aal über den Kopf, damit er nicht mehr beißen konnte. Nancy legte sich auf den Rücken und spreizte die Beine und Mike legte sich auf sie.

Anscheinend wollten sie ihn zwischen sich zerquetschen, aber der Aal kämpfte wie ein Verrückter und Mike und Nancy ächzten und stöhnten. Sie kämpften so hart, das fast das Sofa umgefallen wäre.

Nach einer langen Zeit lagen dann beide still auf dem Sofa. Mike stand auf, und siehe da der Aal war tot. Ich weiß das ganz genau, denn er hing so lasch da und die Innereien heraus. Nancy und Mike waren zwar müde, doch sie küssten und umarmten sich trotzdem. Und dann kam der große Schock!

Der Aal war nicht tot, er lebte noch!

Er sprang hoch und fing wieder an zu kämpfen. Ich glaube, Aale sind wie Katzen, sie haben 9 Leben. Diesmal sprang Nancy auf und versuchte ihn zu töten, indem sie sich auf ihn setzte. Nach einem 35 minütigem Kampf war er endlich tot, denn Mike zog ihm das Fell über die Ohren und spülte es im Klo herunter
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:24   #6 (permalink)
Der Darwin-Award

Der Darwin-Award wird alljährlich denjenigen 'verliehen', in der Regel
'posthum', die sich
um den Genpool der Menschheit verdient gemacht haben, indem sie ihre
eigenen Gene diesem
entzogen. Anders ausgedrückt: Menschen, die sich durch eigenes Verschulden
um ihr Leben
gebracht haben, werden hier 'verewigt'. Alle Angaben sind durch unabhängige
Medien geprüft
und bestätigt - so unglaublich sie manchmal auch sein mögen.

Die Gewinner des Jahres 1998

Frank Hobbs und Jo Markus aus Toronto waren mit Hund und ihrem nagelneuen
Grand Cherokee
zum Angeln auf einem zugefrorenen See hinausgefahren. Bald stellten sie
fest, dass das Eis so
dick war, dass man mit einem Pickel sehr lange würde graben müssen. Daher
entschieden sie sich
kurzerhand für eine Lösung mit Dynamit. Sie zündeten eine Stange Dynamit an
und warfen sie weit
weg von ihrem Auto. Der bis dahin gelangweilt da sitzende Hund sah dies und
began das Dynamit
zu aportieren. Panisch schossen die Männer mit ihren Revolvern auf den
herangallopierenden Hund,
der sich daraufhin ängstlich unter dem Auto versteckte (samt Dynamit).. Die
Explosion zerstörte Eis,
Auto und Hund. Durch die Druckwelle wurden die beiden Männer mehrer Meter
weggeschleudert und
verloren das Bewusstsein. Beide sind in der Eiseskälte erfroren.

Der Gewinner des Jahres 1997

Ein Zivilangestellter der US Air Force, dem es gelang, eine
Starthilferakete zu entwenden. Diese
Feststoffraketen werden verwendet, um Transportflugzeugen auf kurzen
Startbahnen zusätzlichen Schub
zu verleihen. Er befestigte die Rakete an seinem Auto und zündete sie auf
einem geraden Landstraßenstück
um die Beschleunigung zu testen. Diese war in der Tat so enorm, daß das
Fahrzeug ca. 450km/h erreicht
hatte, als es nach 6 km einen metertiefen Krater in eine Felswand schlug.
Da die Reifen diese Geschwindigkeit
(und die panischen Bremsversuche des Fahrers) nicht aushielten, legte er
die letzten 1,5 km eher fliegend
zurück (Feststoffraketen lassen sich nicht abschalten, sie brennen, bis der
Treibstoff erschöpft ist...).

Der Gewinner des Jahres 1996

Bei den Versuchen, eine Cola-Dose ohne Bezahlung aus einem Automaten zu
entnehmen, wurde der Täter
vom umstürzenden Automaten erschlagen.

Weiterhin nominiert wurden:

Ein Mann, der seine Schrotflinte am Lauf packte, um die Windschutzscheibe
des Autos seiner Exfreundin wie
mit einer Keule einzuschlagen. Aus der (geladenen!) Waffe löste sich durch
die Wucht des Aufpralls ein
Schuß, der den Täter in die Brust traf und sofort tötete.

Stefan Macko, 55, aus Toronto, Kanada: er stürzte vom Balkon aus dem 23.
Stock seines Wohnhauses. Er
hatte versucht, den Käfig seines Papageis zu reinigen (der auf dem Balkon
stand) - von einem Drehstuhl mit
Rollen aus!

Ken Charles Barger, 43, aus Newton, North Carolina: als er spät abends
stark alkoholisiert auf dem Bett liegend
angerufen wurde, griff er statt zum Telefon zum Revolver Kal. 38. Beim
'Abheben' löste sich ein Schuß und traf
ihn in den Kopf.

Garry Hoy, 39, Rechtsanwalt in Toronto: er warf sich gegen die Scheibe im
24. Stock eines Hochhauses, um die
Stabilität der Fenster zu demonstrieren. Das Fenster gab jedoch nach, er
schlug wenig später auf dem Boden auf
und war sofort tot.

Michael Anderson Godwin, wegen zweifachen Mordes zum Tod auf dem
elektrischen Stuhl verurteilt; seine Strafe
wurde in lebenslänglich umgewandelt. Er wurde auf einer Metalltoilette
sitzend durch Stromschlag getötet, als er
versuchte, den Fernseher in seiner Zelle selbst zu reparieren.

Gregory David Pryor, 19, wurde durch einen Schuß aus dem Vorderladergewehr
seines Vaters getötet. Er hatte versucht,
mit einem Feuerzeug in den Lauf zu leuchten, um dessen Sauberkeit zu
kontrollieren. Die Flamme entzündete
Pulverreste, die Waffe explodierte.

Matthew David Hubal starb in Mammoth Lake. Er war auf einem
Kunststoffkissen, daß Wintersportler vor
den Masten eines Skilifts schützen soll und das er zuvor von einem der
Masten entfernt hatte, einen Steilhang
heruntergerutscht. Er prallte dabei, auf dem Kissen sitzend, auf genau
jenen Mast, auf dessen Kissen er saß.

Zwei Landarbeiter in Polen wurden beim 'Elektrofischen' getötet. Sie
wollten die Fische erbeuten, indem
sie ein Stromkabel in den Teich hielten. Einer der beiden urinierte gerade
in den Teich, als der Stromstoß einsetzte.
Der andere ließ das Kabel fallen und wollte seinem Freund helfen; auch er
starb an den Folgen des Stromstoßes.

John Pernicky und Sal Hawkins versuchten stark angetrunken, ein
Open-Air-Konzert zu erreichen. Da man den Einlaß
verweigerte, wollten sie über einen 3 Meter hohen Zaun klettern. Dazu
benutzten sie ihren Pickup als Leiter. Als der erste
über den Zaun sprang, bemerkte er, daß sich auf der Rückseite ein 15 Meter
tiefer Graben befand. Nach 4 Metern Fall
verfing er sich jedoch mit seinen Shorts in den Ästen eines Baumes. Er
schnitt sich aber mit seinem Taschenmesser los,
woraufhin er den Rest im freien Fall zurücklegte und sich beide Beine
brach. Sein Freund wollte ihn heraufziehen und
warf ihm deswegen ein Seil zu, dessen anderes Ende er am Pickup befestige.
Betrunken und aufgeregt, wie er war,
erwischte er jedoch den falschen Gang. Das Fahrzeug durchbrach den Zaun und
stürzte den Abhang hinunter auf seinen
Freund. Beide wurden bei dem Unfall getötet.

Santiago Alverado, 24, starb in Lompoc, Kalifornien, bei einem versuchten
Einbruch. Er hatte sich eine
MagLite-Taschenlampe zwischen die Zähne geklemmt, um die Hände frei zu
haben. Er stolperte im dunkeln,
fiel vornüber auf sein Gesicht. Die Taschenlampe wurde in den Rachen
gedrückt und zerstörte seine Nackenwirbel.

Steven Hill Epperson, 36, wollte als Partygag den 20 cm langen Tropenfisch
des Gastgebers lebendig verschlucken.
Er erstickte jedoch an dem Fisch, da dieser Rückenstacheln aufrichtete, als
er verschluckt wurde.

Ein 49-jahriger Börsenmakler aus San Francisco starb beim Joggen, als er
eine 60 Meter hohe Klippe 'übersah'. Seine
Frau sagte später aus, ihr Mann würde bei seinem Sport immer abschalten.

Ein 41jähriger Vertreter aus Detroit ertrank im 30 cm tiefen Wasser eines
Straßengullies bei dem Versuch, seinen
Autoschlüssel aus dem Gully zu holen. Er war mit den Schultern in der
Umrandung stecken geblieben.

Zwei schießfreudige Texaner tranken in der Wüste Bier und schossen mit
Schrotflinten auf Kaktuspflanzen, bis diese
umfielen. Am nächsten Morgen war einer von beiden noch nicht wieder zurück.
Man fand ihn abends, erschlagen
von einer der Kakteen, die er 'gefällt' hatte.

In Mineral Wells, Texas, wurden zwei Mexikaner bei dem Versuch getötet,
Kupferkabel von einer Baustelle zu stehlen.
Zwei der Kabel waren noch angeschlossen und standen unter Starkstrom.

Nicht immer enden Fehlversuche tödlich. Daß Dummheit aber auch strafbar
sein kann, sieht man hier:

Die 45jährige Amy Brasher wurde in San Antonio, Texas, wegen
Rauschgiftbesitzes verhaftet. Sie hatte 18 Kilo
Marihuana im Motorraum ihres Autos versteckt, als sie dieses zum Ölwechsel
in eine Werkstatt brachte. Der
Mechaniker fand das Rauschgift und verständigte die Polizei. Mrs. Brasher
sagte später aus, ihr sei nicht klar gewesen,
daß zum Ölwechsel die Motorhaube geöffnet werden müsse.

Karen Lee Joachimi, 20, wurde in Lake City bei einem Überfallversuch auf
ein Motel verhaftet. Sie hatte als einzige Waffe
eine elektrische Kettensäge, und diese war nicht angeschlossen.

Ein beherzter Burger-King-Angestellter konnte einen Raubüberfall vereiteln:
ein Gast zog eine Waffe und verlangte
Geld. Der Angestellte erklärte, er könne die Kasse nur öffnen, wenn etwas
zu Essen bestellt würde. Der Räuber verlangte
einen Hamburger mit Zwiebeln. Als der Angestellte sagte, Zwiebeln seien im
Moment nicht verfügbar, zog der Räuber
enttäuscht ab. Er wurde vor dem Laden verhaftet.
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:25   #7 (permalink)
Automaten sind auch nur Menschen

Bereit zu Samstagabend-Taten
stand ich vor einem Bancomaten,
um von dem Bildschirmkasten eben
zweihundert Franken abzuheben.

Ich tippte die geheimen Ziffern,
um so mein Konto zu entchiffern,
sacht ein und las dann Bitte warte,
ich prüfe eben Deine Karte.

Zum erstenmal, füg ich noch zu,
sprach dieser Automat per Du.

Der Bildschirm fragte Was solls sein?
So tippte ich zwei-null-null ein.
Was willst Du so viel Geld ausgeben?
Du könntest wohl bescheidner leben!

Der Automat schien mir verhext,
da folgte auch schon neuer Text.

Du hast Dein Konto überzogen!
Das ziemt sich nicht für Pädagogen,
drum mach Dich dünn und zieh jetzt Leine,
denn Scheine gibt es heute keine!

Dann schwieg der Bildschirm eine Weile
bis hin zu einer letzten Zeile.
Die stand sehr klein. Ich las erstaunt:
Verzeihung, bin heut schlecht gelaunt!
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:25   #8 (permalink)
Klogedicht

Neulich ging ich
ziehmlich dringlich
richtung bahnhofsklo
befreite mich von meinen lasten
und spühlte mit dem Kasten!

Als ich endlich fertig war
war ich fröhlich, wunderbar
doch oh schreck mir wurde klar
dass an meinen händen scheiße war

hab das klopapier vergessen
war vom kacken so bessesen
gierig presste ich`s aus mir heraus
jetzt seh ich dafür scheisse aus!

wer sich hier angesprochen fühlt hat wohl öfters nicht gespü
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:25   #9 (permalink)
Abgastest



Ein Auto sprach, heut' Mittag sei
die nimmermüde Polizei
gekommen und hab' flink getestet,
wie stark es uns're Luft verpestet.

Darob schien s'Auto sehr empört,
weil es sich einfach nicht gehört,
dass man an so intimer Stelle
die Werte misst, für die Tabelle!

Und würde man nach jedem Essen
beim Auspuffloch des Menschen messen,
so wär'n selbst Leut' der Polizei
bei weitem noch nicht abgasfrei...
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:25   #10 (permalink)
Drachensachen

Es klingt zum lachen,
doch kam des Tags ein Drachen,
groß wie ein Haus
aus seiner Höhle herraus
und setzte sich auf Frau Meiers Heim,
die gerade kochte ihren Haferschleim.

Die Nase legte er vor Meister Hase
im saftig grünen Grase ab,
so daß der Hase nur noch dachte ans Kap
abzuhaun und auf gute Hoffnung zu Bau’n.

Mit der Nudelrolle im Anschlag
stand Meier nun vor ihm und fragt:
Er komme wohl nicht von hier.
Wisse er denn nicht das hier schier
es als Frechheit gelte,
sich auf fremde Zelte
niederzulassen
und er sich kann darauf verlassen,
daß dies nicht ohne Konsequenzen bliebe
und versetzte ihm zehn Hiebe.

Unbeeindruckt ihrer Worte
träumte er von einer Sorte
Haferschleim, den er gerde gerochen,
doch nun hatte er sich verkrochen.

Meier wollte ihn nicht so lassen
und befahl ihrem Hund zu fassen.
Kampfeslustig biß er zu
und legte sich dann zur Ruh.
Denn er musste einsehen
als ihm sein Gebiß gab zu verstehen,
daß er fortan zwei Beißer weniger hat,
er bestenfalls ein Patt
gegen diesen Gegner erreichen kann
und auch nur wenn dieser sich freundlich besann.

Der Drache zeigte sich ungestört
und wälzte sich ganz unerhört
auch noch auf das Nachbarhaus,
wo Schulze saß, bei seinem Mittagsschmauß.
Er wollte gerade essen den Fisch,
als er sich dacht‘ zu springen von Tisch,
denn als nächstes sollt‘ es krachen
und liegen dort der Drachen.

Dies ließ Schulze erblassen
und jahrelang Gedichte verfassen,
die zwar alle eher schlecht als recht,
doch den Eifer des Gefechts
ihn besser verarbeiten hielfen
und eigendlich nach Rettung riefen.
Doch nun in fahrt
war seine nächste Tat
seinen Regenschirm zu nehmen
und ohne sich der Waffe zu schämen
auf den Drachen einzuschlagen
und dauernd nur zu sagen:
„Du verdammtes Tier,
hinfort mit dir!“

Dem Drachen war es eine Zier,
denn die Nase roch das Bier,
das vor ihm aus den Flaschen tropfte
nachdem er es gewaltsem enttopfte.

Ein Bürger nach dem anderen kam herrum
und sie fingen alle an wie dumm
zu prügeln, kratzen, schießen
bis der Drachen mußte nießen
und Magt, Bäcker, Töpfer und Meier
flogen durch die Luft wie Schleier.

Drachie wurde es zu blöd
und es schien als zög
er nach vollendeten Zerstörungswerk
wieder Heim in seinen Berg.
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:26   #11 (permalink)
Witz einsenden!
Text einsenden!
Bild einsenden!



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Zitate



Von den Blumen und den Bienen

Das Blümchen stand in lebenslanger
Einsamkeit auf einem Anger.
Das Blümchen, es war eine Nelke,
das dachte, eh ich hier verwelke,
möcht ich´s gern mit dem Bienchen treiben!
Ich will doch keine Jungfrau bleiben!
Es seufzt ganz leise, wie es scheint.
Es hätt sich so gern mit dem Bienchen vereint!

Da kommt eins geflogen mit viel Gesumm.
Das Blümchen will rufen, doch Blumen sind stumm.
Es öffnet ganz weit seine Blütenpracht,
da hat sich´s Bienchen auf den Weg gemacht,
setzt sich ganz zart und summt voller Lust,
dem Blümchen, dem springt fast das Herz in der Brust!
Dann stöhnt leis das Blümchen in sich hinein,
denn das Bienchen tut ihr grad den Blütenstaub rein!

Das Blümchen, es strahlt, die Liebe ist schön,
das Bienchen, das ward nie wieder gesehn!
Dem Blümchen aber, dem ist es egal,
vorbei ist nun alle Liebesqual.
Es steht wieder ganz allein auf dem Anger
und strahlt jetzt, endlich ist es schwanger!
Es wird zwar in ein paar Tagen verwelken,
doch dafür gibt´s bald zwanzig neue Nelken!
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:26   #12 (permalink)
Hänsel & Gretel 2002

Es war einmal ein Waldarbeiter,
der wusste finanziell nicht weiter,
und er sagt zu seiner Frau:
'Eines weiß ich ganz genau!
Ich verkauf doch nicht mein Haus!
Wir setzen unsre Kinder aus!'

Gesagt, getan, am nächsten Morgen
sagt er: 'Wir müssen Holz besorgen.'
Er lockt die Kinder in den Wald,
macht Feuer an, da´s etwas kalt.
'Also dann, macht´s gut, bis später!'
sagt der Vater noch, dann geht er.

Doch die Eltern, wie wir wissen,
hab´n die Kinder angeschissen.
Lassen sie dort ganz alleine!
Manche Menschen sind doch Schweine!
Das ist mal wieder, ei verdammt,
ein krasser Fall für´s Jugendamt!

Die Kinder machen sich auf die Socken,
was sollen sie im Wald rumhocken!
Und kommen später, ei der Daus,
an ein Pfefferkuchenhaus,
mit Hexe und mit Stall und Ofen.
Die Kinder werden zu Ganoven.

Grausam, bar jeder Komplexe,
verbrennen sie die arme Hexe.
Dann plündern sie den Safe und ihre
Aktien und Wertpapiere.
Machen sich auf den Weg nach Haus,
und nun ist die Geschichte aus!
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:26   #13 (permalink)
Die Bürgschaft

Zu Dionys dem Tyrannen schlich
Damon, den Colt in den Jeans.
Er wollte ihn killen, so schien´s.

'Was wolltest du mit dem Ballermann?'
entgegnet ihm finster der Tyrann.
'Die Stadt von dir Scheusal befreien!'
'Das sollst du am Kreuze bereuen!'

'Na gut,' sprach Damon, 'häng mich auf,
Das ist nun mal der Welten Lauf,
Doch gib mir noch ´ne Woche Zeit,
dann bin zum Baumeln ich bereit.

Ich hab dir ja noch nicht erzählt,
dass meine Schwester sich vermählt.
Das möchte ich noch gern erleben
und noch mal kräftig einen heben.

Ich lass dir meinen Kumpel hier,
na tschüss denn, ick empfehle mir!'
Der König grinst und sagt: 'Na gut,
wenn sich das so verhalten tut,
dann hau man ab, doch denke dran,
ich hab ja den Reservemann!

In einer Woche dann, bis bald,
sonst mach ich deinen Kumpel kalt!'
Der Typ fährt los wie´n Auto-Tester,
hin zur Hochzeit seiner Schwester.

Doch auf der Rückfahrt nichts als Stau.
Er hupt, doch stört das keine Sau.
Er sucht ´nen Schleichweg, findet keinen,
denkt an den Freund, fängt an zu weinen.

Die Zeit die rinnt, der Regen auch.
Jetzt kriegt er Durst, es knurrt der Bauch.
Dann geht´s voran, es wird auch Zeit,
der Henker macht sich schon bereit.

Er kommt an auf die Minute,
der Herold tutet schon die Tute,
der Henker prüft schon seine Schlinge,
auch Dionys ist guter Dinge.

Wie gesagt, er ist jetzt da,
dem Freund, dem krümmt man nun kein Haar,
Auch Damon kann nach Hause gehn,
denn Dionys, der fand das schön,

dass Kumpel so zusammen halten.
Also alles ist beim Alten.
Nur auf Dionysens Bitte,
ist er jetzt beim Skat der Dritte.
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2003, 13:27   #14 (permalink)
Ärzte

Ein jeder sieht, ob Greis, ob Kind,
dass trotz der Ärzte krank wir sind.
Doch ganz ohne die Doktoren
wär´n wir Menschen auch verloren.

Zuerst hilft er uns auf die Welt,
und ab dann kassiert er Geld.
Er heilt die Grippe, zieht die Zähne,
verschreibt was gegen die Migräne,

Hilft Dir bei Potenzproblemen,
hilft Dir Pfunde abzunehmen,
sägt das Bein ab bis zum Knie
und nennt das dann Chirurgie,

untersucht Urin und Schiss,
macht Dir ein Ersatzgebiss,
schaut in den Magen und die Seele,
behandelt, was Dich da so quäle,

verpasst den Augen eine Brille,
verschreibt Dir Salben und die Pille,
kümmert sich um Deine Ohren,
fängt bei Karies an zu bohren.

Er hilft Dir bei Allergien
und wenn es mal brennt beim Pien,
hilft Deiner Leber und der Niere,
die krank durch allzu viele Biere.

Hat Deine Seele einen Kater,
hilft er Dir als Psychiater,
und hast Du mal was gebrochen,
flickt er zusammen Deine Knochen,

gibt dem Gehirn den letzten Schliff.
Kurz: Er hat Dich voll im Griff!
Und wenn Du schon im Totenschrein,
verdient er noch am Totenschein.

Sebst wenn Du tot seit Tagen schon,
macht er oft noch ´ne Obduktion.
Ärzte kennen kein Tabu,
vor Ärzten hast Du niemals Ruh´!
Tinchen ist offline   Mit Zitat antworten
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