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Alt 20.08.2007, 07:54   #1 (permalink)
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Ich habe vor einiger Zeit mal eine Ausgabe der CNN-YouTube-Debates gesehen. Wem das Format nicht geläufig ist: Leute konnten ihre Fragen in Videoform auf YouTube hochladen, und die Fragevideos wurden sämtlichen teilnehmenden Demokraten präsentiert, und die demokratischen Möchtegernzukunfstpräsidenten durften sich dort innerhalb 30 Sekunden zu den ihnen gestellten Fragen äußern. Einfach mal ansehen: http://youtube.com/profile_videos?us...stv&p=r&page=3

Es hat mich sehr überrascht, dass dort tatsächlich interessante und teilweise sogar unangenehme Fragen ausgewählt wurden. Das führte mich zu folgenden Fragen:


Haltet ihr das auch für Deutschland für möglich?

Wäre es nicht sinnvoll, diese Art von Politikerbefragung auch innerhalb einer Amtsperiode durchzuführen? So könnte man gezielt Mitglieder der Regierung halbjährlich zu ihren Plänen und Beschlüssen befragen, und ganz Deutschland könnte sehen, wie sie sich dazu äußern.
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2007, 08:54   #2 (permalink)
AW: YouTubePolitik

Sinnvoll fände ich das auf jeden fall, aber ich denke mal das kaum ein deutscher Politiker da mitspielen würde. Unangenehme Fragen in der Amtsperiode gestellt zu bekommen ist ja nicht jedermanns Sache und noch weniger gewünscht wenns mal grade nicht so gut läuft. Wenn man einmal gewählt ist, ist ja eh alles egal...das verhält sich ähnlich wie bei der Ehe...einmal unter der Haube lässt man sich gehen.

Wie läuft das denn bei YT-US ab? Müssen die das? Oder steht das allen frei?
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2007, 09:00   #3 (permalink)
AW: YouTubePolitik

hm das steht afaik allen frei, aber enthaltung wird glaub ich direkt bestraft: wenn man auf cnn und youtube nicht vorkommt ist man ja politisch denk ich ziemlich tot. oder der coole rebell

n paar republikaner haben sich nich zur verfügung gestellt...guckst du hier:

http://en.wikipedia.org/wiki/CNN-You...ential_debates


da gibt es auch eine liste der fragen, die den demokraten gestellt wurden.
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2007, 06:19   #4 (permalink)
AW: YouTubePolitik

Die ARD zieht nach, sah ich gerade. "Ihre Frage nach Berlin" nennt sich das bein den ÖR...jedoch laufen die Zusendungen (vermutlich) erstmal durch den Filter der ARD. Somit hat das für mich kaum noch Reiz.
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2007, 06:35   #5 (permalink)
AW: YouTubePolitik

Ein Filter ist nicht immer schlecht. Natürlich könnte so ein Filter auch missbraucht werden, aber damit lässt sich auch Zeit und Blödsinn sparen.
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Chocobo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2007, 07:50   #6 (permalink)
AW: YouTubePolitik

der filter könnte aber auch bei den wählern selber liegen. man könnte ein fragenvoting machen.
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 22.08.2007, 15:46   #7 (permalink)
AW: YouTubePolitik

Im Grunde genommen eine interessante Idee. Nur warum ist dies überhaupt nötig geworden? Etwa weil "die Presse" (ich verallgemeinere mal) nicht mehr die kritischen Fragen stellt, auf die es ankommt?
Den Anschein hat dies zumindest, wenn man immer wieder von irgendwelchen sogenannten Fachidioten erzählt bekommt, was hierzu Lande falsch läuft und geändert werden müßte. Dies meist im Eigeninteresse der Kritiker.

Erst neulich konnte ich bei ARTE eine Sendung der Reihe "Wissen" feststellen, wie Reporter über die Geschehnisse aus dem Bundestag berichten, oder besser gesagt berichten dürfen.
Das läuft wie folgt:
- Gespräch unter 1: Reporter darf über alles gesagte berichten (ist sogar gewünscht)
- Gespräch unter 2: Reporter darf nur über bestimmte besprochene Dinge berichten
- Gespräch unter 3: alles was der Reporter erfährt ist streng vertaulich und darf nicht veröffentlicht werden

Alle diese Gespräche laufen zwischen Reportern und Bundestagsabgeordneten (ob dies auch außerhalb von Berlin so praktiziert wurde nicht gesagt).
Wer sich nicht an diesen Kodex hält, der bekommt erstmal kein Gespräch mehr mit einem Bundestagsabgeordneten/in.
Die Härte war die Aussage einer Reporterin, die sagte das die meisten Gespräche "unter 3" laufen. Es lebe die Pressefreiheit.


Unter solchen Gesichtspunkten kann man wohl eine unangenehme Fragestellung via I-Net an die Politiker nur befürworten.
Nur kann man auch nur Fragen zu einem Thema stellen, von dem auch schon berichtet wurde. Alles was "unter 3" läuft, würde also ertmal unter den Tisch fallen.
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von Theodor Storm(1817-1888) aus "Ein Sterbender"
Ummon ist offline   Mit Zitat antworten
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